Familie und Beruf besser vereinbaren

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf steht bei modernen Arbeitgebern ganz oben auf der Agenda. Im Bereich der Pflegeberufe, in denen überproportional viele Frauen beschäftigt sind, stellt eine familienfreundliche Ausrichtung der Beschäftigungsverhältnisse ein echtes Attraktivitätsmerkmal dar.
Gerade in den Pflegeberufen lassen sich flexible Arbeitszeitmodelle finden. So arbeiten in den Pflegeheimen 36% Vollzeit, 32% Teilzeit über 50 %, 15% Teilzeit unter 50 %, 10% geringfügig und 7% sonstig.
Ganz klar: Zur Altenpflege gehört Schicht- und Wochenenddienst. Das bedeutet, auch mal morgens um 5.30 Uhr aufzustehen. Das bedeutet aber auch: lange Nachmittage im Freibad. Und freie Werktage, an denen man ganz in Ruhe einen Stadtbummel machen kann …
Altenpflegekräfte, die sich weiterbilden oder z. B. eine Familie gründen möchten, schätzen die flexiblen Teilzeitmodelle. Die nebenstehenden Beispiele geben eine Übersicht über die Schichtdienste und individuelle Arbeitszeitmodelle.
Und noch ein Plus weisen gerade soziale Arbeitgeber auf. Sie verfügen oft über eigene Kindertagesstätten oder pflegen gute Beziehungen zu ihnen, so dass sie zumindest bei der Kinderbetreuung behilflich sein können.
Flexible Arbeitszeitmodelle
Benjamin P., 22 Jahre, frisch examinierter Altenpfleger,
arbeitet Vollzeit (38,5 Stunden/Woche = 7,7 Stunden/Tag).
Frühdienst 6.30 bis 14.53 Uhr
Spätdienst 13.30 bis 20.53 Uhr
Nachtdienst 20.30 bis 6.45 Uhr
geteilter Dienst 6.30 bis 10.30 Uhr und 16.30 bis 18.53 Uhr
Susanne B., 40 Jahre, verheiratet, arbeitet Teilzeit im
Wechseldienst (19,25 Stunden/Woche = 3,85 Stunden/
Tag). So bleibt viel Zeit für Familie, Haushalt und Sport.
In den Beispielen sind auch Pausenzeiten berücksichtigt.
Frühdienst 6.30 bis 10.15 Uhr
Spätdienst 16.30 bis 20.15 Uhr
Zwischendienst 10.30 bis 14.15 Uhr